Alexander Senning

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Ich glaube, dass Marken gewinnen, weil Menschen sie wollen, nicht weil sie sie kennen. Begehrlichkeit entsteht nicht aus Reichweite, sondern aus Haltung, Konsequenz und dem Mut, für etwas zu stehen. In über 18 Jahren internationaler Erfahrung habe ich Marken neu aufgestellt, globale Kampagnen geführt und Teams aufgebaut, die eine Marke nicht nur sichtbar machen, sondern begehrenswert.

I believe brands win because people want them, not because people know them. Desire does not come from reach. It comes from having a point of view and the nerve to hold it. In more than 18 years across international markets I have repositioned brands, led global campaigns and built the teams that make a brand not just visible, but wanted.

我相信,品牌之所以胜出,是因为人们想要它,而不是因为人们知道它。渴望并非来自曝光,而是来自鲜明的主张、始终如一的坚持,以及为之承担的勇气。在十八年以上的国际经验中,我重塑过品牌,主导过全球营销战役,也组建过让品牌不只是被看见、而是被渴望的团队。


Alexander Senning

KI-Strategie für die Marketingabteilung: erst die Arbeit, dann das Werkzeug

KI-generiertes BildAI-generated image人工智能生成的图片

Eine KI-Strategie für die Marketingabteilung beginnt selten mit einer Strategie. Meist beginnt sie mit Werkzeugen. Jemand probiert einen Textgenerator aus, eine andere Person erstellt Bilder, ein drittes Team testet eine Software für Übersetzungen. Nach einigen Monaten gibt es viele kleine Erfolge und keine gemeinsame Richtung. Worum es wirklich geht, ist die Frage, welche Arbeit sich verändern soll und warum.

Der Unterschied ist grundlegend. Werkzeuge kommen und gehen, und ihr Tempo ist hoch. Wer seine Planung an einzelnen Programmen ausrichtet, plant gegen ein bewegliches Ziel. Eine tragfähige Strategie richtet sich dagegen an den eigenen Abläufen aus, an der Marke und an den Menschen, die mit der Technik arbeiten. Diese Dinge ändern sich langsamer und sind deshalb das bessere Fundament. Wer dort ansetzt, kann Werkzeuge austauschen, ohne jedes Mal von vorn beginnen zu müssen.

  • Eine KI-Strategie beschreibt veränderte Arbeit, nicht eine Liste von Werkzeugen.
  • Der größte Hebel liegt im Umbau von Abläufen, nicht im punktuellen Einsatz.
  • Verantwortung gehört in die Führung, nicht allein in die IT oder in einzelne Teams.
  • Marke und Qualität brauchen klare Regeln, bevor die Menge an Inhalten steigt.
  • Erfolg zeigt sich an messbaren Zielen, die vorher festgelegt wurden.

Was eine KI-Strategie im Marketing wirklich ist

Eine KI-Strategie ist im Kern eine Antwort auf drei Fragen: Welche Aufgaben übernimmt die Technik, welche bleiben beim Menschen, und wie arbeiten beide zusammen? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lohnt sich die Auswahl von Werkzeugen. Vorher ist jede Anschaffung ein Experiment ohne Hypothese. Man lernt zwar etwas, aber man weiß nicht, was man eigentlich herausfinden wollte, und kann deshalb auch nicht sagen, ob es gelungen ist.

Interessant finde ich, was die Untersuchung von McKinsey zum Stand der KI in Unternehmen auf Prinzipienebene nahelegt: Den deutlichsten Unterschied macht nicht die Technik selbst, sondern der Umbau der Arbeitsabläufe und die Frage, ob die oberste Führung sich der Steuerung annimmt. Das deckt sich mit meiner Erfahrung. Wo KI nur an bestehende Prozesse angehängt wird, bleibt der Effekt klein.

In meiner aktuellen Rolle führe ich ein Team von 22 Menschen, das Märkte in EMEA betreut. Ein Teil unserer Arbeit besteht darin, Entscheidungen mit Analytics und KI-gestütztem Marketing besser vorzubereiten. Dabei zeigt sich immer wieder, dass der Engpass selten im Werkzeug liegt. Er liegt in der Frage, wer welche Information wann braucht und wer am Ende entscheidet. Eine KI, die eine Auswertung in Minuten liefert, hilft wenig, wenn der Ablauf danach Wochen dauert. Deshalb beginne ich bei den Entscheidungen selbst und frage erst danach, welche Unterstützung die Technik leisten kann.

Für das Marketing heißt das: Man sollte nicht fragen, wo man KI einsetzen kann, sondern wie ein Ablauf aussehen würde, wenn man ihn heute neu entwerfen dürfte. Die Produktion von Inhalten, die Pflege von Produkttexten, die Auswertung von Kampagnen und die Vorbereitung von Entscheidungen sind dafür naheliegende Felder. In jedem dieser Felder lohnt es sich, zuerst den heutigen Ablauf ehrlich aufzuzeichnen, bevor man über Verbesserungen spricht.

Eine gute KI-Strategie ist deshalb auch ein Organisationsdokument. Sie beschreibt Rollen, Zuständigkeiten und Freigaben. Die Technik ist darin nur ein Teil, und oft nicht einmal der schwierigste. Schwieriger ist es, Gewohnheiten zu verändern, die sich über Jahre eingespielt haben und die von vielen Menschen als richtig empfunden werden.

Wo eine KI-Strategie in der Praxis scheitert

Der häufigste Fehler, den ich gesehen habe, ist die Verwechslung von Aktivität mit Fortschritt. Viele Pilotprojekte erzeugen das Gefühl von Bewegung. Wenn aber keines davon in den Regelbetrieb übergeht, hat die Abteilung am Ende nur Erfahrung gesammelt und keine Arbeit verändert. Gleichzeitig wächst die Müdigkeit im Team, weil jedes neue Projekt wieder Aufmerksamkeit kostet, ohne dass sich der Alltag spürbar verbessert.

Ein zweiter Fehler ist fehlende Verantwortung. Wenn niemand in der Führung die Strategie wirklich besitzt, wird sie zwischen IT, Rechtsabteilung und Fachbereichen zerrieben. Jeder hat gute Gründe für Vorsicht, und niemand hat den Auftrag, die Gründe gegeneinander abzuwägen. Das Ergebnis ist Stillstand mit gutem Gewissen.

Drittens unterschätzen viele die Datenbasis. KI im Marketing ist nur so gut wie die Informationen, mit denen sie arbeitet. Unvollständige Produktdaten, uneinheitliche Begriffe und verstreute Bildarchive bremsen jedes Vorhaben. Ein durchdachter Martech Stack und saubere Stammdaten sind deshalb keine Nebensache, sondern Voraussetzung.

Und schließlich fehlt oft die Messung. Wer vorher nicht festlegt, woran Erfolg erkennbar ist, kann hinterher alles als Erfolg erzählen. Das schwächt die Glaubwürdigkeit gegenüber der Geschäftsführung. Spätestens bei der nächsten Budgetrunde fehlt dann die Grundlage, um weitere Investitionen sachlich zu begründen.

Was eine KI-Strategie für eine Marke bedeutet

Für eine Marke ist die wichtigste Frage nicht die Geschwindigkeit, sondern die Qualität. KI kann die Menge an Inhalten deutlich erhöhen. Ohne klare Regeln steigt damit aber auch die Menge an Inhalten, die nicht nach der Marke klingen oder aussehen. Mehr Output ist kein Wert an sich.

Deshalb sollte jede KI-Strategie mit der Markenstimme und dem visuellen Regelwerk verknüpft sein. Die Technik muss lernen, was die Marke sagt und was sie nie sagen würde. Das ist Arbeit, die vor dem Einsatz geleistet werden muss, nicht danach. Wer seine Content Supply Chain ernst nimmt, baut diese Regeln direkt in die Abläufe ein.

Dazu kommt die Frage der Freigabe. Je mehr Inhalte entstehen, desto wichtiger wird ein klarer Prüfprozess. Nicht jeder Text braucht dieselbe Aufmerksamkeit. Aber es muss eindeutig sein, wer welche Art von Inhalt freigibt und nach welchen Kriterien. Ein Produkttext für den Onlineshop verlangt eine andere Prüfung als eine Aussage zur Nachhaltigkeit oder ein Kampagnenmotiv.

Schließlich verändert KI die Erwartungen an die Marke selbst. Wenn Inhalte günstiger werden, gewinnt das an Wert, was sich nicht beliebig herstellen lässt: Haltung, Konsistenz und echte Beziehungen zu Menschen. Eine gute KI-Strategie schützt diese Dinge, statt sie dem Tempo zu opfern.

Was ich anders machen würde

Ich würde mit wenigen Abläufen beginnen, diese aber vollständig umbauen. Lieber zwei Prozesse, die danach wirklich anders funktionieren, als zwanzig Experimente, die nebeneinander herlaufen. Das schafft Vertrauen und liefert ein Muster, das sich auf weitere Bereiche übertragen lässt.

Ich würde von Anfang an Ziele festlegen, die auch für Menschen außerhalb des Marketings verständlich sind. Durchlaufzeiten, Qualität der Produktdaten oder die Zahl der Korrekturschleifen sind greifbarer als abstrakte Effizienzversprechen. Wer Kennzahlen im Marketing sauber aufsetzt, kann den Beitrag der KI später ehrlich zeigen.

Und ich würde die Strategie als lebendiges Dokument behandeln. Die Technik entwickelt sich schnell, und manches, was heute sinnvoll erscheint, wird in einem Jahr überholt sein. Eine KI-Strategie, die regelmäßig überprüft wird, ist wertvoller als ein perfektes Papier, das niemand mehr anfasst.

Vor allem aber würde ich das Team früher einbeziehen. Die Menschen, die täglich mit Texten, Bildern und Daten arbeiten, wissen am besten, wo Zeit verloren geht und wo Qualität leidet. Eine KI-Strategie, die über ihre Köpfe hinweg entsteht, wird höflich zur Kenntnis genommen und dann umgangen. Eine Strategie, an der sie mitgeschrieben haben, wird dagegen verteidigt, auch wenn die ersten Schritte holpern.

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