Alexander Senning

Alexander Senning

Alexander Senning


Ich glaube, dass Marken gewinnen, weil Menschen sie wollen, nicht weil sie sie kennen. Begehrlichkeit entsteht nicht aus Reichweite, sondern aus Haltung, Konsequenz und dem Mut, für etwas zu stehen. In über 18 Jahren internationaler Erfahrung habe ich Marken neu aufgestellt, globale Kampagnen geführt und Teams aufgebaut, die eine Marke nicht nur sichtbar machen, sondern begehrenswert.

I believe brands win because people want them, not because people know them. Desire does not come from reach. It comes from having a point of view and the nerve to hold it. In more than 18 years across international markets I have repositioned brands, led global campaigns and built the teams that make a brand not just visible, but wanted.

我相信,品牌之所以胜出,是因为人们想要它,而不是因为人们知道它。渴望并非来自曝光,而是来自鲜明的主张、始终如一的坚持,以及为之承担的勇气。在十八年以上的国际经验中,我重塑过品牌,主导过全球营销战役,也组建过让品牌不只是被看见、而是被渴望的团队。


Alexander Senning

AI Overviews und SEO: Sichtbarkeit ohne Klick

AI Overviews: zwei Silhouetten mit roten Erkennungspunkten und Markierungsrahmen, wie eine Maschine Inhalte liest

KI-generiertes BildAI-generated image人工智能生成的图片

AI Overviews verändern, wie Menschen Antworten in der Google Suche bekommen. Statt einer Liste von Links steht oben eine zusammengefasste Antwort, die aus mehreren Quellen erzeugt wird. Für SEO bedeutet das nicht, dass alte Regeln plötzlich falsch sind. Worum es wirklich geht, ist eine Verschiebung: Sichtbarkeit entsteht zunehmend dort, wo die eigene Marke als verlässliche Quelle in eine Antwort eingeht, auch wenn danach niemand klickt.

Für das Marketing hat das handfeste Folgen. Viele Marketingabteilungen messen ihren Erfolg in der Suche noch über Klicks und Rankings. Wenn ein Teil der Fragen bereits auf der Ergebnisseite beantwortet wird, erzählen diese Zahlen nur noch einen Teil der Geschichte. Wer das nicht versteht, zieht falsche Schlüsse und investiert an der falschen Stelle. Er kürzt womöglich Inhalte, die für die Marke wertvoll sind, nur weil sie weniger Besuche erzeugen als früher.

  • AI Overviews fassen Antworten direkt in der Suche zusammen und verlinken auf Quellen.
  • Laut Google gibt es keine zusätzlichen technischen Anforderungen, um dort zu erscheinen.
  • Die bewährten Grundlagen von SEO bleiben die Voraussetzung für Sichtbarkeit.
  • Klicks allein reichen als Maßstab nicht mehr aus, um Wirkung in der Suche zu beurteilen.
  • Marken gewinnen, wenn ihre Inhalte eindeutig, korrekt und gut strukturiert sind.

Was AI Overviews für SEO wirklich verändern

Google beschreibt in seiner Dokumentation zu KI-Funktionen in der Suche und der eigenen Website sehr nüchtern, worauf es ankommt. Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen, um in AI Overviews oder im AI Mode zu erscheinen. Eine Seite muss indexiert sein und grundsätzlich mit einem Snippet in der Suche angezeigt werden können. Spezielle Dateien oder eigenes Markup für KI braucht es nicht.

Diese Klarheit finde ich wohltuend. Sie nimmt vielen Versprechen den Wind aus den Segeln, die von geheimen Tricks für die KI-Suche erzählen. Was zählt, sind die Grundlagen: Seiten, die gecrawlt werden dürfen, eine sinnvolle interne Verlinkung, wichtige Inhalte in Textform und strukturierte Daten, die mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen.

Verändert hat sich also weniger die Technik als die Wirkung. AI Overviews beantworten eine Frage, bevor jemand eine Website besucht. Die Marke kann dabei als Quelle genannt werden. Ob daraus ein Besuch entsteht, hängt davon ab, ob die Nutzerin mehr wissen will als die Zusammenfassung bietet. Für viele einfache Fragen genügt ihr die Antwort, für Fragen mit echter Tragweite meist nicht.

Für SEO bedeutet das: Es reicht nicht mehr, auf Platz eins zu stehen. Deshalb ist zunehmend von GEO statt SEO die Rede, also von Generative Engine Optimization, die auf die Antworten generativer Systeme zielt. Ich halte den Begriff für nützlich, solange klar bleibt, dass er auf denselben Grundlagen aufbaut. Die eigenen Inhalte müssen so klar sein, dass sie sich zitieren lassen, und so tief, dass sich ein Klick trotzdem lohnt. Dazu gehört auch, Person und Marke mit strukturierten Daten nach Schema.org eindeutig auszuzeichnen, etwa als Person und Organization, damit Suchsysteme verstehen, wer hinter einem Inhalt steht.

Warum AI Overviews in der Mode schwerer zu lesen sind

In der Mode ist die Lage besonders. Viele Suchanfragen sind nicht rein informativ, sondern verbinden Neugier, Inspiration und Kaufabsicht. Wer nach einem bestimmten Schnitt, einer Pflegeanleitung oder einer passenden Kombination sucht, bekommt in AI Overviews eine Antwort, die oft mehrere Marken und Händler gleichzeitig berührt.

Das macht die Auswertung schwierig. Ein Rückgang an Klicks kann bedeuten, dass die Marke an Sichtbarkeit verliert. Er kann aber auch bedeuten, dass sie in einer Zusammenfassung genannt wird und Menschen später direkt im Shop oder im Geschäft auftauchen. Diese Wege sind schwer nachzuverfolgen, und einfache Kennzahlen bilden sie nicht ab.

Mit dieser Frage habe ich mich schon als Creative Director Digital bei Breuninger beschäftigt. Zwischen 2017 und 2020 gehörten Analytics, Attribution und SEO zu meinem Verantwortungsbereich, gemeinsam mit einem Team von 10 Menschen. Schon damals war klar, dass ein Klick nur einen Ausschnitt der Wirkung zeigt. Wer sich online informiert, kauft oft an einem anderen Ort und zu einem anderen Zeitpunkt. Wer Sichtbarkeit in der Suche nur an Besuchen misst, unterschätzt deshalb ihren Beitrag. Mit AI Overviews wird diese Lücke größer, neu ist sie aber nicht.

Dazu kommt die Qualität der Produktinformationen. KI-Systeme greifen auf das zurück, was sie finden. Wenn Materialangaben, Passformbeschreibungen oder Pflegehinweise unvollständig oder widersprüchlich sind, wird die Antwort ungenau. Ein sauberes Produktdatenmanagement ist deshalb auch eine Frage der Sichtbarkeit.

Schließlich spielt in der Mode die visuelle Ebene eine große Rolle. Eine Textzusammenfassung kann nicht zeigen, wie ein Stoff fällt. Das ist eine Grenze der aktuellen Formate und zugleich eine Chance für Marken, die mit guten Bildern und genauer Sprache arbeiten.

Was das für eine Marke bedeutet

Für eine Marke heißt das zunächst, die eigenen Erwartungen an die Suche neu zu sortieren. Sichtbarkeit in AI Overviews ist eine Form von Markenpräsenz, auch wenn sie nicht sofort zu Besuchen führt. Sie gehört deshalb in dieselbe Betrachtung wie andere Formen der Bekanntheit und nicht ausschließlich in das Reporting der Performance-Kanäle.

Zweitens lohnt es sich, Inhalte von der Frage her zu denken. Welche Fragen stellen Menschen, bevor sie sich für ein Produkt entscheiden? Wo kann die Marke mit echter Kompetenz antworten? Inhalte, die diese Fragen klar und ehrlich beantworten, sind für Menschen und für KI-Systeme gleichermaßen nützlich. Mehr dazu habe ich im Beitrag über Sichtbarkeit in Sprachmodellen beschrieben.

Drittens braucht es Kontrolle über das, was gezeigt wird. Google nennt dafür die bekannten Mittel wie nosnippet, data-nosnippet, max-snippet oder noindex. Diese Steuerung sollte bewusst eingesetzt werden. Wer zu viel sperrt, verschwindet aus den Antworten. Wer gar nicht steuert, überlässt anderen die Deutung. Die richtige Balance hängt davon ab, welche Inhalte die Marke als ihr eigentliches Kapital betrachtet.

Und viertens zahlt sich Konsistenz aus. Eine Marke, die auf ihrer Website, in Produktdaten und in der Kommunikation dieselben Begriffe verwendet, wird leichter richtig verstanden.

Wo ich noch unsicher bin

Ich bin mir nicht sicher, wie sich das Verhältnis zwischen Suchmaschine und Website langfristig entwickelt. Heute verweisen AI Overviews auf Quellen. Wie viel Wert diese Verweise für Marken haben, lässt sich noch schwer beurteilen. Die Antwort wird vermutlich je nach Branche und Art der Frage sehr unterschiedlich ausfallen.

Unsicher bin ich auch bei der Messung. Die Werkzeuge zur Auswertung entwickeln sich, aber sie bilden die neue Realität noch nicht vollständig ab. Ich halte es für klug, eine Zeit lang mit mehreren Perspektiven zu arbeiten: klassische Kennzahlen, Beobachtung der eigenen Präsenz in den Antworten und Signale aus dem Markenaufbau. Wer KI-Sichtbarkeit als eigenes Thema behandelt, ist dabei im Vorteil.

Sicher bin ich mir dagegen in einem Punkt. Die Grundlagen guter Arbeit bleiben gültig. Klare Inhalte, korrekte Daten und eine erkennbare Haltung sind der beste Schutz gegen jede Veränderung der Suchoberfläche. AI Overviews belohnen am Ende das, was auch Menschen überzeugt: Inhalte, die eine Frage wirklich beantworten.

Für die eigene Planung ziehe ich daraus einen einfachen Schluss. Ich würde nicht in Sonderformate investieren, die einer vermuteten Logik der Maschinen folgen. Ich würde in die Qualität der eigenen Inhalte investieren, in die Pflege der Produktdaten und in eine Sprache, die präzise und unverwechselbar ist. Das ist weniger aufregend als ein neuer Trick, aber es hält länger. Und es wirkt unabhängig davon, wie die Suche in einigen Jahren aussehen wird.